Stundenverrechnungssatz
Warum eine exakte Stundensatzkalkulation entscheidend ist
Viele Betriebe arbeiten bei der Preisgestaltung mit Schätzungen oder orientieren sich an Mitbewerbern. Das führt schnell zu falschen Annahmen – und kann im Jahr sechsstellige Umsatzverluste verursachen. Wer wirklich rentabel arbeiten will, braucht belastbare Zahlen statt nur ein Bauchgefühl.
Die drei Schritte zur korrekten Kalkulation
1. Arbeitszeit ermitteln
Nicht jede Anwesenheitsstunde ist automatisch produktiv. Urlaube, Krankheitstage, Fortbildungen und interne Tätigkeiten reduzieren die tatsächliche Zeit, die am Kunden gearbeitet wird. Erst wenn diese Faktoren berücksichtigt sind, entsteht ein realistisches Bild.
2. Jahreskosten berechnen
Alle Kosten des Unternehmens – von Löhnen über Miete, Energie, Fahrzeuge bis hin zu Versicherungen – müssen abgedeckt werden. Diese Zahlen liegen bereits in der Buchhaltung vor und können präzise auf Mitarbeitergruppen verteilt werden.
3. Stundensatz festlegen
Indem die Jahreskosten den tatsächlich produktiven Stunden gegenübergestellt werden, ergibt sich der korrekte Netto-Stundensatz. Hinzu kommen Gewinnaufschlag, Skonto und Umsatzsteuer. Das Ergebnis: ein transparenter und marktgerechter Brutto-Stundensatz.
Was das für dein Unternehmen bedeutet
Volle Kostenkontrolle: Du weißt genau, welche Preise du verlangen musst.
Sicheres Auftreten: Angebote und Preise lassen sich klar und nachvollziehbar begründen.
Gezielte Steuerung: Gewinne und Umsätze können aktiv geplant und optimiert werden.
Wettbewerbsfähigkeit: Faire, aber kostendeckende Preise sichern langfristig den Erfolg.
Das Risiko von Schätzungen
Schon kleine Abweichungen können große Auswirkungen haben, auch eine saubere Nachkalkulation der Projekte ist sehr wichtig.